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mario haunhorst
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Eintauchen in lichtes BlauFussgängerunterführung am Wiesbadener HBF eröffnetIn der neu gestalteten Fußgängerunterführung am Hauptbahnhof tauchen die Passanten in das lichte Blau der Glas- und Lichtkunst „wiesbaden.tief.blau.“ ein. Ein Gewebe aus tanzenden Lichtlinien variiert das tiefe Blau, das in sanften, poetischen Wellen durch die Unterführung wogt.
Der Ausdruck der Glaskunst ist minimalistisch: Wasser ist als Motiv gerade noch ablesbar; seine ästhetischen Eigenschaften Transparenz, Bewegung und Reflexion hat der Künstler Mario Haunhorst in den Bedingungen der Glasmalerei stilistisch konzentriert. Mit der starken Vergrößerung des Motivs bewegt sich die Darstellung auf der schmalen Grenze zwischen Abbildung und Abstraktion. Mario Haunhorst ist ein innovativer Glas- und Lichtkünstler, der mit Licht und Glas durchdachte Verschmelzungen von Kunst und Architektur entwirft. Seine Raumexperimente, die im Kirchenraum begannen, gelten heute nahezu ausschließlich den subtilen Wirkungen des Mediums Licht. Durch das Kombinieren neuartiger Herstellungsmethoden und gefühlvoller künstlerischer Behandlung gestaltet er umfangreiche Arbeiten von eindringlicher Kraft und beeindruckender Wirkung. Im Kontrast zu den fein abgestimmten grauen und anthrazitfarbenen Materialien erzeugt das blaue Lichtband eine fesselnde Tiefenwirkung. Sie wird verstärkt durch die herausgehobene Rahmung, die gebogene Bildebene und spiegelnde Edelstahlflächen. In der weitläufigen Passage variiert das Erlebnis des Betrachters stark in Abhängigkeit von Standpunkt, Tempo und Bewegungsrichtung. Die Glasmalerei besteht
aus 49 Glaselementen, die hinter
Schutzglas angeordnet sind. Kunst als Entree 15 Thermal- und Mineralquellen, zahlreiche Brunnen und Bäder sowie die Lage am Rhein –Wiesbaden ist auf vielfältige Weise dem Wasser verbunden. Mit der neuen Fußgängerunterführung am Hauptbahnhof gibt die Landeshauptstadt Hessens dieser Verbundenheit jetzt wieder einen künstlerischen Ausdruck: Kunst als Entree in Richtung Stadtmitte zwischen Hauptbahnhof, Bahnhofstraße und Kaiser-Friedrich-Platz: Mit der anspruchsvollen Sanierung der Fußgängerunterführung haben die Stadtentwickler nach der Modernisierung des Hauptbahnhofs einen weiteren Schritt unternommen, um den Bahnhofsbereich in Wiesbaden-Mitte aufzuwerten . Wünschenswertes Ziel aus Sicht der Stadtplaner und des mit der Generalplanung beauftragten Planungsring Ressel ist, dass künftig mehr der täglich 10000 Passanten die Unterführung nutzen. Bislang überqueren Tag für Tag rund 6500 Passanten den ersten Ring über die Ampelanlage. Im Gespräch sind zudem
erste Konzepte für die Passage als Kulturort - etwa zu besonderen Anlässen, wie
Luminale, Theatrium und Weinfest. Oder bei kulturellen Ereignissen rund um den
Bahnhof und die Reisinger Anlagen. Weltklasse-KnowHow und Kooperation Umgesetzt wurde das Konzept durch die Derix Glasstudios. Das Taunussteiner Traditionsunternehmen mit Weltruf ist seit 1866 im Bereich der Glasgestaltung tätig und entwickelt neben traditionellen Arbeiten vor allem zeitgenössische Glaskunst in Zusammenarbeit mit Künstlern. Für das Wiesbadener Projekt mussten allein 7 Tonnen Glas kunstvoll gestaltet werden. Diese Dimension war allein im Team zu bewältigen: Wie die Projektleiter Andrea McKay und Karl Traut unterstrichen, entstand die Arbeit in enger Zusammenarbeit zwischen den Glasprofis Olaf Hanweg und Rahmi Schulz und dem Künstler. Partner für die Lichtgestaltung ist die in Krefeld ansässige Silberstreif Planungsgruppe. Bauherr: Landeshauptstadt
Wiesbaden Dezernat IV für Stadtentwicklung und Verkehr, Tiefbauamt Generalplaner: Planungsring Ressel GmbH, Wiesbaden Glas- und Lichtkünstler:
Mario Haunhorst |