mario haunhorst

responding web

beim Künstlerfrühstück auf der Iburg

Bitte Bild auswählen
Beim diesjährigen diesjährige Künstlerfrühstück auf der Iburg erwartet die Besucher am frühen Abend des Buß- und Bettages, Mittwoch, dem 16. November 2011, ab 18 Uhr eine licht- und medienkünstlerische Intervention im Außenraum des Schlosses.
Zwischen Klotzbahn und Hofapotheke installiert der Lichtkünstler Mario Haunhorst drei leuchtende Netze aus Elektroluminenzschnur. Die spinnennetzähnlichen Gebilde werden mit Kamera-Projektor-Systemen aufgenommen und stark vergrößert auf Boden- und Wandflächen projiziert.

Versponnen-abstrakt legen sich die Lichtfäden auf die Außenwände des historischen Ortes. Dem Lichtkünstler geht es um die Mehrdeutigkeit des Lichterlebnisses:

Das Thema dieser medialen Auseinandersetzung ist nicht allein das Spiel mit dem Schloss – vielmehr geht es ihm um die global voranschreitende Vernetzung, deren Funktionen und Wirkungsweisen in ihrer Komplexität allenfalls noch in Teil-Aspekten wahrgenommen werden. Mit den künstlerischen Mitteln Licht, Reproduktion, Reihung und Verfremdung fokussiert Haunhorst modellhaft und spielerisch Gesichtspunkte sich überlagernder Netze, die durch die Bewegung der Besucher verdeckt und damit ausgeblendet werden können.

Durch die wechselweise Verknüpfung vom Motiv der Lichtnetze mit den Projektionen ergibt sich eine Projektionskette, in die die Besucher eingreifen können: Indem sie sich zwischen Kamera und Lichtnetz stellen, können sie wie in einem kleinen Spiegellabyrinth die Inhalte der Projektionskette verändern – für Bewegung sorgt zudem ein vom Wind bewegter Spiegel. Die Elektronik bleibt hier bewusst Hilfsmittel, das Spiel mit dem optischen Augenblick steht im Vordergrund.

Die Auseinandersetzung mit den sich in der Kette der Reproduktion verändernden Bild-Inhalten wird ebenso Programm wie die auf dem Weg ins Schloss spielerisch herausgeforderte Wahrnehmung der Besucher.


| Nach oben